Wir arbeiten in einem multiprofessionellen Team von derzeit drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen (Teilzeit) und fünf ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen:

Antoaneta Slavova ist Sozialpsychologin und Soziologin M.A. und seit Juli 2007 beim Notruf tätig, inzwischen mit 30 Stunden in der Woche. Im Notruf ist sie zuständig für Beratung, Öffentlichkeitsarbeit, Koordination und Vernetzung sowie geschäftsführende Aufgaben. 2008 begann sie eine zusätzliche Weiterbildung in analytischer Kunstteraphie.

Meike Uphoff ist Dipl. Pädagogin und seit dem 15.04.2011 mit 30 Stunden für den Frauennotruf Langenhagen tätig. Sie ist zuständig für Beratung/Erstintervention (BISS), Öffentlichkeitsarbeit, Koordination und Vernetzung.

Heike Eichler ist seit April 2009 beim Notruf tätig. Die gelernte Versicherungskauffrau ist in Teilzeit (10 Stunden/Woche) für allgemeine Verwaltungsaufgaben zuständig.

Anja Ananieva ist seit 1. Oktober 2010 (6 Stunden/ Woche) beim Frauennotruf tätig. Im Notruf ist sie zuständig für Beratung (auch russischsprachige Beratung), Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung.

Dr. Angelika Voß, Diplom-Pädagogin und Referentin für Gesundheitsförderung, arbeitet ehrenamtlich und auf Honorarbasis im Schwerpunkt Migrantinnenschulung an der Querschnittstelle von Gesundheits- und Gewaltprävention. Sie gehört zum Team des AK Integration und vertritt den Frauennotruf bei der AG Gender und Depressionen sowie der Organisationsgruppe Frauen- und Mädchengesundheit, die dem Frauen- und Sozialministerium angegliedert ist.

Annita Niclaus, seit 1997 ehrenamtlich beim Notruf tätig, ist Betriebswirtin, derzeit nicht erwerbstätig. Sie gehört dem Vorstand des Vereins Frauennotruf Langenhagen e.V. an.

Ingrid Otto hat den Verein schon seit 2003 als Fördermitglied unterstützt und ist im Herbst 2008 ins Team der aktiven Notruffrauen eingestiegen. Sie hat als Diplom-Verwaltungswirtin im Niedersächischen Wirtschaftsministerium gearbeitet, ist z. Zt. nicht berufstätig. Bei der Jahresversammlung im März 2009 wurde sie in den Vorstand gewählt.

Antje Sölling, seit 1998 ehrenamtlich beim Notruf tätig, ist Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Straf- und Familienrecht und Fachanwältin für Familienrecht. Im Notruf bietet sie regelmäßig Rechtsberatung für Frauen an.

Monika Franke ist Dipl.-Pädagogin und Gesprächspsychotherapeutin. Sie ist seit August 2011 ehrenamtlich beim Frauennotruf Langenhagen tätig und bietet für die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen eine begleitete Intervision/ Fallberatung an. Sie hat 2002 den Runden Tisch Burgwedel zur Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes gegründet und diesen bis 2011 geleitet.

Asye Hazar ist seit 2009 ehrenamtlich beim Frauennotruf und wichtige Multiplikatorin im Team AK-Integration. Außerdem dolmetscht sie für den Frauennotruf Langenhagen, wenn dies notwendig ist, um ein Beratungsgspräch zu führen (Türkisch- Deutsch).

Corona Bröker ist als Honorarkraft zuständig für die Erstellung von Materialien und Öffentlichkeitsarbeit. Sie pflegt ehrenamtlich die Website des Frauennotrufs Langenhagen.
Es finden regelmäßig Teamtreffen mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten statt:
Etwa alle drei Monate findet eine Team-Supervision statt.
Frauen, die sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit im Notruf-Team interessieren, sind uns herzlich willkommen!
Je nach Qualifikation, persönlichen und zeitlichen Ressourcen werden unsere ehrenamtlichen Kolleginnen in ganz unterschiedlichen Bereichen der Notrufarbeit aktiv:
Interessierte Frauen werden von uns eingearbeitet und nehmen von Anfang an teil an den Teamtreffen.
Mit den folgenden Leitlinien sind wir der inzwischen 30jährigen Geschichte der Frauennotruf-Bewegung in Deutschland verpflichtet, die durch feministische Gesellschaftsananlysen, ständig professionalisierte Beratungspraxis sowie fachlichen und kollegialen Austausch ihr Profil entwickelt hat (mehr dazu unter Vernetzung).
Unter Gewalt verstehen wir jedes Verhalten, das das persönliche Selbstbestimmungsrecht der betroffenen Frau verletzt – sei es in psychischer, in sozialer, in ökonomischer, körperlicher oder sexueller Hinsicht.
Über das Ausmaß der Gewalt gegen Frauen gibt eine erste repräsentative Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von 2004 Auskunft:
Demnach hat von über 10.000 befragten Frauen
Die Ursachen der Gewalt gegen Frauen sehen wir weniger in den Bedingungen des Einzelfalls als vielmehr in den Strukturen unserer Gesellschaft, die nach wie vor Frauen in sozialer, ökonomischer und politischer Hinsicht benachteiligen und Männer bevorzugen.
Gewalt ist Ausdruck von Machtverhältnissen, Gewalt wird gezielt von (allermeist) Männern eingesetzt, um ihre Machtstellung gegenüber Frauen zu sichern. Die Verantwortung für diese Gewalt liegt eindeutig bei den Tätern.
Diese Grundhaltung steht nicht nur hinter unseren Beratungsangeboten, sondern prägt ebenso unsere Öffentlichkeits- und Präventionsarbeit.
Wir stehen parteilich - eindeutig auf der Seite der Betroffenen. Das heißt aber gerade nicht, dass wir in ihr nur das leidende Opfer sehen. Vielmehr bedeutet Parteilichkeit Solidarität mit der betroffenen Frau. Wie sie die Gewalt erlebt (hat), welche Möglichkeiten und Bedürfnisse sie für die Bewältigung dieses Erlebens wahrnimmt, steht im Vordergrund: Wir möchten die Frauen dort abholen, wo sie stehen… Das bedingt aber auch, über die aktuelle Lebenssituation hinaus die Lebensgeschichte der Betroffenen und den gesellschaftlichen Hintergrund mit im Blick zu behalten, auch wenn dies im Beratungsrozess selbst nicht unmittelbar zur Sprache kommt
Gewalterleben macht eine Frau zum Opfer. Dies gilt es für uns gleichermaßen ernst zu nehmen wie aber auch zu relativieren. Ziel unserer Beratung ist es, betroffenen Frauen Zugang zu ihren eigenen Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten zu schaffen, so dass sie für sich selbst Perspektiven entwickeln und umsetzen können („empowerment“)
Die Entscheidung über Art und Umfang der Beratung liegt bei den Rat suchenden Frauen selbst – von unserer Seite geschieht nichts gegen ihren Willen.
Das gilt auch für die Frauen/Gewaltopfer, mit denen wir im Rahmen unserer BISS-Arbeit (Erstintervention bei häuslicher Gewalt) von uns aus Kontakt aufnehmen.
Beraterinnen unserer Einrichtung unterliegen der Schweigepflicht (§ 203 StGB). Alle Beratungsinhalte werden streng vertraulich behandelt. Auch müssen Frauen, die sich an uns wenden, nicht ihre Identität preisgeben. Dieses Anonymitätspinzip ist eingeschränkt in den Fällen, über die wir im Rahmen unserer BISS-Arbeit (Erstintervention bei häuslicher Gewalt) durch die Polizei verständigt werden. Auch hier jedoch gilt uneingeschränkt, dass keine Beratungsinhalte weitergegeben werden – es sei denn auf ausdrücklichen Wunsch der Frau (Schweigepflichtsentbindung).
Mit unserer Beratungsstelle bieten wir Frauen einen geschützten Raum. Männer haben daher grundsätzlich kein eigenständiges Zugangsrecht, sondern werden gegebenenfalls an entsprechende Beratungsstellen weiter verwiesen. Als Angehörige oder Bezugspersonen können Männer auf Wunsch der Klientinnen und nach Absprache mit den Beraterinnen vorübergehend in den Beratungsprozess mit einbezogen werden.
Träger der Beratungsstelle ist der als gemeinnützig und mildtätig anerkannte eingetragene Verein Frauennotruf Langenhagen e.V.
Der Verein Frauennotruf e.V. wurde 1990 von einer Gruppe von engagierten Frauen auf rein ehrenamtlicher Basis gegründet, damals noch unter dem Namen Frauen-Notruf-Telefon Langenhagen e.V.. Ziel war die Einrichtung eines Notruftelefons für Frauen.
Durch Zuschüsse der Stadt Langenhagen sowie des Landes Niedersachsen konnte 1992 die erste bezahlte Teilzeitkraft eingestellt werden.
In den Folgejahren wurde die Arbeit des Notrufs nicht nur zunehmend ausgeweitet und professionalisiert. Durch zahlreiche öffentliche Aktionen, intensive Pressearbeit, den Aufbau von Kontakten und Vernetzungen ist der Frauennotruf Langenhagen heute ein fester und auch in der breiten Öffentlichkeit bekannter Bestandteil der psychosozialen Infrastruktur der Stadt und des gesamten nördlichen Teils der Region Hannover.
Die Vereinsmitglieder, z.Zt. knapp vierzig Frauen und Männer, unterstützen die Arbeit durch ihre Mitgliedsbeiträge und Spenden. Sie haben Stimmrecht auf der jährlichen Vereinsversammlung und stellen eine der beiden Vorstandsfrauen.
Auch Sie können unsere Arbeit sehr unterstützen, indem Sie Fördermitglied in unserem Verein werden. Der Jahresbeitrag beträgt 10 € (oder mehr).
Unsere Beitrittserklärung und Satzung können Sie hier als PDF-Dokument lesen, speichern und ausdrucken:
Beitrittserklärung und Satzung (.pdf)
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Die Vernetzung auf unterschiedlichen Ebenen und mit unterschiedlichen Interessenschwerpunkten hat für unsere Einrichtung große Bedeutung:
Im einzelnen engagieren wir uns in folgenden Netzwerken:
Kommunale Ebene:
Regionale Ebene:
Landesebene:
Bundesebene: